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Schade um alle Talente

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Schade um alle Talente

Maria Magdalena. Meditation – Neunter Tag










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Was sagt uns die Darstellung?

Wiederum eine predigende Maria von Magdala. Im Hintergrund der Hafen, ein Hinweis auf die Verbannung der Maria und ihrer Reisegefährtinnen auf einem steuerlosen Schiff und ihren Empfang durch die Menschen von Südfrankreich. Maria hat einige Steinstufen gefunden, möglicherweise für den städtischen Ausrufer bestimmt, und von da verkündigt sie all denen das Evangelium, die es hören möchten. Das ruft das Bild hervor von den Menschenmengen, die auf Johannes den Täufer und später auf Jesus zuströmten. Hier kommen offenbar auch sowohl Männer als Frauen herangelaufen, um Maria von Magdala zu hören.

Ein wichtiger Mann hat seine Frau mitgebracht, und zusammen haben sie vorne einen Ehrenplatz. Marta scheint auch dabei zu sein, denn wir sehen noch eine Frau mit einem Nimbus. In der hinteren Gruppe sieht es so aus, als würde jemand einer Person (einer Frau?) neben ihm etwas erklären. Alle scheinen sehr aufgeschlossen für die Gute Botschaft.

Meditation

Entgegen dem Zeitgeist hat der Künstler es für sehr normal gehalten, dass es eine Frau wie Maria von Magdala einfach nicht unterlassen kann, die geistige Nahrung, die sie selbst von Christus empfangen hat, mit anderen zu teilen. Und genauso wenig die Ströme von lebendigem Wasser, die aus ihrem Innern zu fließen anfingen von dem Moment an, als sie sich zu Jesus bekehrt hatte (Joh. 7, 38). Möglicherweise wirft irgendjemand hier ein, ´dieses Zitat stimmt schon, die Schlussfolgerung, die Sie daraus ziehen, stimmt aber nicht, denn Jesus spricht hier zu einem Mann ´. Ich würde ihm antworten, denn der Opponent wäre höchstwahrscheinlich ein Mann, ´ Schämen Sie sich nicht? Lesen Sie das Gespräch zwischen Jesus und der samaritischen Frau noch mal durch, dann kommen Sie zu derselben Schlussfolgerung wie ich (Joh. 4, 1-42). Es ist so schade um all diese Talente, dass Frauen zwanzig Jahrhunderte lang von allem ausgeschlossen worden sind, was ihnen rechtlich zukommt, um die Gnadengaben zu teilen, die auch sie erhalten haben aus der Quelle des Lebens und von dem Heiligen Geist, in dessen Namen auch sie getauft und gefirmt worden sind.

Schwester Theresia Saers


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Übersetzung aus dem Englischen: Marcel den Hollander.

"Dieses Dokument kann frei verwendet werden. Wir ersuchen jedoch um die Quellenangabe www.womenpriests.org"

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