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Ecumenische Frauensynode

Ecumenische Frauensynode für die Niederlände

Aussage über Frau und Ambt

Entwurf Mirjamgruppe übernommen durch die Synode

Driebergen, am 27. September 1997

Wir zur 3. Niederländischen Oekumenischen Frauensynode versammelten Frauen rufen Papst Johannes Paul II und die Römisch-Katholische Kongregation für die Glaubenslehre dazu auf, ihre Argumentation in Bezug auf die Weihe von Frauen für Ämter in der Römisch-Katholischen Kirche erneut zu uberdenken. Der apostolische Brief Ordinatio Sacerdotalis, promulgiert am Hochfest Pfingsten 1994, und die darauf folgende Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre vom Oktober 1995 enthielten einen nicht eher gehörten Ton. Man behauptete, es gehe bei der Weigerung, Frauen zum Priesteramt zu weihen, nicht bloss um eine Gewohnheit, sondern um eine Lehre, die die göttliche Konstitution der Kirche selbst betrifft, die denn auch durch alle Gläubigen für endgültig gehalten zu werden hat und zu dem gehört, was in der Tradition der Kirche auf unfehlbare Weise vor Augen gestellt worden ist.

Die Synode hat sich in einer Plenarversammlung über diese Bemühungen, die weltweite Diskussion in Bezug auf die Weihe von Frauen zu Priestern zu beendigen, beraten. Es geht hier um eine schwerwiegende Frage. Das gilt um so mehr, weil die Weihe in der Römisch-Katholischen Kirche für eine Anzahl von Leitungsämtern Voraussetzung ist. Die Behauptung, die Römisch-Katholische Kirche sei nicht befugt, Frauen die Priesterweihe zukommen zu lassen, trifft das Herz der christlichen Traditionen. Wir können diese Aussage mit unserem Verständnis von Kirche nicht in Übereinstimmung bringen. Den dynamischen Kern des Glaubens der jungen Kirche erkennen wir in dem Bekenntnis, da alle, die in Christus getauft sind, mit Christus bekleidet sind. In der christlichen Gemeinschaft unterscheidet man nicht zwischen Juden und Griechen, Sklaven und Freien, Mann oder Frau (Gal. 3, 28). Die Unterschiede, die man anderswo macht, sind unter Christen ohne Bedeutung. Die Weihe von Frauen zum Priesteramt ist deswegen eine Sache, die alle Christen angeht.

Dadurch, da in den genannten Dokumenten auf die (vermeintliche) ‘Handlungsweise des Herrn’ verwiesen und da mit dieser Verweisung die volle Lehrautorität der Glaubenstradition verbunden wird, wird suggeriert, da diejenigen Kirchen, die eben doch dazu übergegangen sind, Frauen zu Aemtern zuzulassen, nicht im Geiste Christi handelten. Doch die Zeugnisse, die Jesus von Nazareth betreffen, ziehen eine Spur der Befreiung durch die Zeit, beseelend und inspirierend. Das Gedenken an ihn verweist auf eine Zukunft, in der alle ‘ein Leib’ sein sollen. Wo das Römisch-Katholische Lehramt sich [dagegen] auf das Handeln des Herrn beruft, wie das in der Vergangenheit stattgefunden haben soll, verkündigt es nicht den Lebenden Christus, sondern eine tote Tradition.

In Namen des Lebendigen rufen wir Papst Johannes Paul II auf, umzukehren aus der Sackgasse, die dadurch eingeschlagen worden ist, da der Ausschluss von Frauen von der Priesterweihe als endgültig für wahr zu haltendes Glaubensgut bezeichnet worden ist. Im Namen des Lebendigen laden wir Frauen und Männer in der Römisch-Katholischen Kirche und auerhalb ihrer dazu ein, ihre Stimmen hören zu lassen in dem weiter gehenden Gespräch in Bezug auf die Weihe von Frauen. Wir denken dabei besonders an diejenigen, die in den Kirchen Verantwortung für Lehre oder Praxis tragen. Im Namen des Lebendigen dringen wir bei den Kirchen, die zum Weltrat der Kirchen vereinigt sind, darauf an, im eigenen Kreis die Diskussion uber die Zulassung von Frauen zu Aemtern und Weihen erneut aufzunehmen.


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