Openingspagina!
Nederlands/Vlaams Deutsch
Francais English language
Spanish language Portuguese language
Portuguese language Chinese
Catalan Czech
Esperanto Greek
Chichewa (Malawi) Urdu
Catalan Czech
Japanese Korean
Latin
Malay language
Norwegian Polish
Swahili Tagalog
Igbo

Nichts Menschliches war ihm fremd

Nichts Menschliches war ihm fremd

Richtiges Verständnis der hlg. Schrift
* „gemeinte” Bedeutung
* beabsichtigter Rahmen
* Rationalisierungen
* literarische Formen

Jesu Aufgabe in der Geschichte war viel radikaler als eine bloße Darlegung der Einzelheiten einer künftigen Gesellschaft oder einer künftigen Kirche. Allein durch die Tatsache „Gott mit uns" zu sein (Mt 1,23), war er selbst - in Person - der Anbruch einer neuen Wirklichkeit. Denn Gott kam nicht zu uns im Gepränge eines reichen, politischen Machthabers. Er wurde sichtbar im Antlitz Jesu, eines einfachen Mannes vom Lande mit galiläischem Akzent. „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen", sagte er zu Philippus (Joh 14,9).

Die Evangelien betonen, daß Jesus, vom ersten Augenblick seines Lebens an, sich mit jenen identifizierte, die als die Geringsten und Niedrigsten angesehen wurden. Nicht ohne Absicht erzählt Lukas, daß das Kind Jesus in einem Stall für Tiere geboren und in einen Futtertrog gelegt wurde, d.h. so wie Arme für ihre Neugeborenen sorgten. Gott suchte zu seiner Begrüßung nicht eine Delegation der politischen oder religiösen Führungsschicht aus, sondern Hirten auf freiem Feld - Menschen also, die einer verachteten und verarmten sozialen Schicht angehörten (Lk 2,1-20).

Jesus lebte die meiste Zeit seines Lebens in Nazaret, einem winzigen Nest auf einem Berg an der Südgrenze von Galiläa. Er war der „Handwerker" des Ortes, d.h. einer, der alle Arten von Arbeiten, die anfielen, ausführte: er machte Werkzeuge wieder scharf, besserte einfallende Mauern aus, machte ein Dach, das Wasser durchließ, wieder dicht oder erneuerte eine Holztür (Mk 6,3; Mt 13,55). Als Wanderprediger ging er barfuß, besaß keine Kleider außer dem, was er anhatte, hatte keinen Geldbeutel noch eine Tasche mit Vorräten (Mt 10,9-10).

Jesus starb den Tod, den die Römer für aufständische Sklaven vorgesehen hatten. Deshalb sagt Paulus im Philipperbrief:

„Er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz" (2,7 - 8).

Der Augenblick der endgültigen Selbsthingabe Jesu an die Liebe seines Vaters war auch der Augenblick, in dem er sich am tiefsten mit den Menschen in ihrem Leid und ihrer Ausgrenzung identifizierte. Denn Gott liebt die Menschen und hat mit ihrem Leid Mitgefühl. Genau das wollte er auch mit seinem Ausruf sagen:

„Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen" (Joh 12,32).

Jesus, der Bauer aus Galiläa, der Handwerker, der barfüßige Wanderprediger, starb am Kreuz als Abschaum der Menschheit. In den Stunden des Todeskampfes stieg er hinab in die Tiefen menschlicher Einsamkeit und Zurückweisung und wurde eins mit Sklaven, Verlierern und ungerecht Verfolgten. Doch er stand zu neuem Leben und zu neuer Herrlichkeit wieder auf, und indem er auferstand, nahm er alle Menschen mit sich.

„Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben" (Röm 5,4).

Man möge beachten, daß niemand ausgeschlossen ist, ohne Rücksicht auf Rasse, Klasse, Geschlecht oder sozialem Status. Christus, der Vorkämpfer der Unterprivilegierten, befreite auch die Frauen. Auch sie sollten, ebenso wie die Männer, am gemeinsamen Priestertum aller teilhaben. Frauen die Früchte der Befreiung, die Christus für sie errungen hat, zu verweigern, indem man sich auf die Tatsache beruft, er habe sie ja nicht in den Kreis der Apostel aufgenommen, ist in der Tat ein schwerer Fehler.

John Wijngaards

Klicken Sie hier, wenn Sie meine Kampagne für Priesterinnen unterstützen wollen.

"Dieses Dokument kann frei verwendet werden. Wir ersuchen jedoch um die Quellenangabe www.womenpriests.org"

Übersetzung aus dem Englischen: Franz Schmalz, 76532 Baden-Baden.

Links zu Websites in Ihrem eigenen Land! Mache diese Website einen Favorit Empfehle diese Website zu einem(r) Bekannten Schreibe uns! Mache einen Link zu unserer Site von Ihrem Homepage Women's Ongoing Internet Consultation 'Freunde' unterstützen uns Wir brauchen Hilfe!