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Regeln für eine vernünftige Interpretation der Heiligen Schrift

Regeln für eine vernünftige Interpretation der Heiligen Schrift

Richtiges Verständnis der hlg. Schrift
* „gemeinte” Bedeutung
* beabsichtigter Rahmen
* Rationalisierungen
* literarische Formen

Die Christen der vergangenen Jahrhunderte haben eklatante Taten der Ungerechtigkeit begangen, indem sie ihre Handlungen durch biblische Texte gerechtfertigt hatten. Sie hielten Menschen als Sklaven. Sie verweigerten Frauen die Gleichberechtigung. Sie zogen die Reichen den Armen vor. Sie kolonialisierten andere Völker. Dieser Rückfall in heidnische Bräuche ist in der Tat traurig, aber noch skandalöser war die Behauptung, das alles im Namen Gottes zu tun.

Die Christen rechtfertigten ihr unchristliches Benehmen mit Zitaten aus der Heiligen Schrift!

Es gibt einen bekannten Ausspruch unter den Theologen, dass sogar der Teufel die Heilige Schrift zitieren könne (aus Mt. 4, 6). Die Geschichte bestätigt diese Gefahr. Hunderte von Häresien wurden verkündigt, tausende grobe Fehler begangen auf Grund der Kraft der Heiligen Schrift, die man falsch auslegte.

Der inspirierte Text muss sorgfältig gelesen werden. Gott spricht durch die menschlichen Autoren und was diese in seinem Namen sagen, ergibt sich aus den Regeln der einfachen menschlichen Sprache. Gott sagt nicht mehr als der menschliche Autor zu sagen beabsichtigt.

Im Laufe der Jahrhunderte formulierte die katholische Exegese mit der Anerkennung der kirchlichen Autoritäten einige wichtige Regeln, die uns helfen, die inspirierte Botschaft genauer zu verstehen. Nur wenn wir diesen Regeln folgen, können wir jene Fallen vermeiden, in die so viele getappt sind.

Exegetische Regeln

  1. Wir müssen wissen, was der menschliche Autor sagen wollte, bevor wir irgendeinen Schluss ziehen können, was Gott uns sagt.
    Diese Regel ist bekannt als „die Regel der ‘gemeinte’ Bedeutung". Sie wurde auf dem Zweiten Vatikanum bestätigt.
  2. In vielen Texten müssen wir die Lehre dadurch erkennen, indem wir die literarische Form analysieren die der Autor/die Autorin benutzt hat.
    Diese Regel, die sich aus der ersten ergibt, ist bekannt als „die Regel der literarischen Form". Auch sie wurde durch das Zweite Vatikanum bestätigt.
  3. Wir dürfen einem biblischen Autor keine Aussprache oder Behauptungen zuschreiben, die außerhalb seiner Absicht lagen.
    Die Regel über „den beabsichtigen Rahmen" des Autors ist eine Folge der vorhergehenden.
  4. Wir müssen wesentliche Äusserungen von einem Autor unterscheiden von Rationalisierungen und alltägliche Argumentationen durch welche er seine eigenen menschlichen Behauptungen ausdrückt.

    Wann wir Rationalisierungen nicht anerkennen, können wir die wirkliche Absicht eines Autors falsch verstehen.

John Wijngaards

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"Dieses Dokument kann frei verwendet werden. Wir ersuchen jedoch um die Quellenangabe www.womenpriests.org"


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Übersetzung aus dem Englischen: Marianne Haderer, A 3364 Neuhofen.