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A Permanent Norm?

Eine Permanente Entscheidung?

Aus: INTER INSIGNIORES:

(die Kommentare in kursiv stammen von John Wijngaards)

Arms of John Paul II

§ 9. Jesus Christus hat keine Frau unter die Zahl der Zwölf berufen. Wenn er so gehandelt hat, dann tat er das nicht etwa deshalb, um sich den Gewohnheiten seiner Zeit anzupassen, denn sein Verhalten gegenüber den Frauen unterscheidet sich in einzigartiger Weise von dem seiner Umwelt und stellt einen absichtlichen und mutigen Bruch mit ihr dar.

§ 12. Gewiß, diese Feststellungen bieten keine unmittelbare Evidenz. Man sollte sich darüber aber nicht wundern, denn die Fragen, die sich aus dem Worte Gottes ergeben, übersteigen die Evidenz. Um den letzten Sinn der Sendung Jesu und den der Schrift zu verstehen, kann die rein historische Exegese der Texte nicht genügen. Man muß jedoch anerkennen, daß es trier eine Anzahl von konvergierenden Fakten gibt, die die bemerkenswerte Tatsache unterstreichen, daß Jesus den Auftrag der Zwölf keinen Frauen anvertraut hat.(10)...

§ 13. Die apostolische Gemeinde ist dem Verhalten Jesu Christi treu geblieben. Obgleich Maria im engen Kreis derer, die sich nach der Himmelfahrt im Abendmahlssaal versammelten, einen bevorzugten Platz einnahm (vgl. Apg 1,14), war nicht sie es, die man in das Kollegium der Zwölf berief, sondern man schritt zur Wahl, die dann auf Matthias fifl. Aufgestellt wurden zwei Jünger, die in den Evangelien nicht einmal erwähnt werden.

§ 18. Man hat vor allem behauptet, daß das Verhalten Jesu und der Apostel sich durch den Einfluß ihres Milieus und ihrer Zeit erklären ließe. Wenn Jesus, so sagt man, weder den Frauen noch seiner eigenen Mutter ein Amt übertragen hat, das sie den Zwölfen zuordnete, so liegt der Grund darin, daß die historischen Umstände es ihm nicht gestatteten. Keiner hat indes jemals bewiesen, und es ist auch nicht möglich nachzuweisen, daß dieses Verhalten sich allein an soziologisch-kulturellen Motiven orientiert. Die Nachforschungen in den Evangelien ergeben, wie wir oben gesehen haben, gerade das Gegenteil, daß nämlich Jesus mit den Vorurteilen seiner Zeit gebrochen hat, indem er den konkreten Formen der Diskriminierung der Frauen entschlossen entgegengetreten ist. Man kann also nicht behaupten, daß Jesus sich einfach von Opportunitätsgründen habe leiten lassen, wenn er keine Frauen in die Gruppe der Apostel aufgenommen habe....

Für den vollständigen Text siehe: INTER INSIGNIORES.

Aus: Römischer Kommentar
zur Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre zur Frage der Zulassung der Frauen zum Priesteramt Inter Insigniores:

Sacred Congregation for Doctrine

§ 40. Im Lichte der l:Iberlieferung zeigt sich also deutlich, daß das wesentliche Motiv, das die Kirche beseelt, wenn sie ausschließlich Männer zur Priesterweihe und zum eigentlichen priesterlichen Dienst ruft, darin besteht, daß sie treu bleiben will dem Typus des Weihepriestertums, der von Jesus Christus gewollt und von den Aposteln sewissenhaft bewahrt worden ist. Darum darf man sich auch nicht wundern, daß bei der Kontroverse die Fakten und Texte des Neuen Testamentes, in denen die lIberlieferung ein maßgebendes Vorbild gesehen hat, kritisch untersucht wurden.

§ 41. Dies führt zu einer grundsätzlichen Vorbemerkung: Man darf nicht erwarten, daß das Neue Testament aus sich allein in evidenter Weise das Problem der eventuellen Zulassung der Frauen zum Weihepriestertum löst, wie es auch aus sich allein nicht erlaubt, volle Klarheit über einige Sakramente und vor allem hinsichtlich der Struktur des Weihesakramentes zu erhalten.

§ 58. Es muß wiederholt werden, daß die Texte des Neuen Testamentes nicht immer- auch nicht über so wichtige Punkte wie die Sakramente - die volle Klarheit bieten, die man dort gern finden möchte. Wenn man den Wert der nichtgeschriebenen Uberlieferung nicht zulassen will, ist es mitunter schwierig, in der Heiligen Schrift sehr ausdrückliche Hinweise auf den Willen Gottes zu finden. Angesichts der Haltung Christi und der Praxis der Apostel, wie wir sie in den Evangelien, in der Apostelgeschichte und den Briefen finden, hat sich die Kirche jedoch nicht für ermächtigt gehalten, Frauen zur Priesterweihe zuzulassen.

Für den vollständigen Text siehe: Römischer Kommentar zu "INTER INSIGNIORES"

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