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Auch Maria war nicht mit einem apostolischen Dienst beauftragt

Auch Maria war nicht mit einem apostolischen Dienst beauftragt

Aus: INTER INSIGNIORES:

(die Kommentare in kursiv stammen von John Wijngaards)

Arms of John Paul II

12. . . . Nicht einmal seine Mutter, die so eng mit seinem Geheimnis verbunden ist und deren erhabene Funktion in den Evangelien von Lukas und Johannes hervorgehoben wird, war mit dem apostolischen Amt vertraut. Das veranlaßt die Kirchenväter, sie als das Beispiel für den Willen Christi in dieser Frage hinzustellen. Dieselbe Lehre hat noch am Anfang des 13. Jahrhunderts Papst Innozenz III. wiederholt, indem er schrieb: "Obwohl die allerseligste Jungfrau Maria alle Apostel an Würde und Erhabenheit übertroffen hat, hat der Herr nicht ihr, sondern jenen die Schlüssel des Himmelreiches anvertraut." (11)

Note 11 Papst Innozenz III., Brief vom 11. Dezember 1210 an die Bischöfe von Palencia und Burgos, in Corpus Iuris, Decret. Iib. 5, tit. 38, De paenit., c. 10 Nova: ed. A. Friedberg, Bd. 2, colt 886-887; vgl. Glossa in Decretal. lib. 1, tit. 33, c. 12 Dilecta, v° Iurisdictioni; vgl. Thomas v. Aquin, Summa theol., IIIa pars, q. 27, a. 5, ad 3; Pseudo Albertus Magnus, Mariale, quaest. 42, ed. Borgnet 37, 81.

Für den vollständigen Text siehe: INTER INSIGNIORES.

Aus: Römischer Kommentar zur Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre zur Frage der Zulassung der Frauen zum Priesteramt Inter Insigniores:

Sacred Congregation for Doctrine

§ 49. Wie Christus vor ihnen (Mk 1, 14-15), so sollten die Zwölf vor allem die Frohbotschaft verkünden (Mk 3,14; 6,12). Und ihre Sendung nach Galiläa (Mk 6, 7-12) soll das Vorbild für die weltumspannende Mission werden (Mk 13,10; vgl. Mt 28,16-20). Im messianischen Volk stellen die Zwölf Christus dar. Dies ist der eigentliche Grund, warum es angemessen ist, daß die Apostel Männer sind: sie handeln im Namen Christi und müssen sein Werk fortsetzen. Wir haben bereits gesagt, daß Papst Innozenz III. ein Zeugnis für die Absichten Christi in der Tatsache sah, daß er die Vollmachten, die er den Aposteln Christi verlieh, nicht seiner Mutter übertrug, ungeachtet ihrer erhabenen Würde.

§ 50. Hier ist einer der Beweise, die von der IJberlieferung am häufigsten wiederholt werden: die Väter stellen Maria als ein Beispiel Mr den Willen Christi in dieser Frage hin, und dies seit dem 3. Jahrhundert (40). Dieser Beweis ist den Orientalen bis heute sehr teuer. Nichtsdestoweniger wird er energisch von allen abgelehnt, die zugunsten der Priesterweihe der Frauen kämpfen.

§ 51. Die göttliche Mutterschaft Mariens, die Art, wie sie dem Erlösungswerk ihres Sohnes beigeordnet wurde, stellt sie auf eine ganz außergewöhnliche und einzigartige Ebene; man würde sie, so betont man, nicht im rechten Lichte sehen, wenn man sie in Beziehung zu den Aposteln stellen würde und wenn man einen Beweis aus der Tatsache ziehen wollte, daß sie ihnen nicht beigezählt worden ist.

§ 52. In der Tat haben diese Bemerkungen den Vorteil, uns verstehen zu lassen, daß es in der Kirche verschiedene Aufgaben gibt: die Gleichheit der Christen steht im Einklang mit der gegenseitigen Ergänzung der Amter. Das Weihesakrament ist nicht die einzige Rangstufe, noch notwendigerweise die höchste: es ist eine Form des Dienstes für das Reich Gottes. Die Allerseligste Jungfrau braucht nicht ein Plus an “Würde”, die ihr die Autoren jener Uberlegungen über das Priestertum Marias seiner Zeit zuerkennen wollten, eine abwegige Tendenz, die schnell fallen gelassen wurde.

Note 26. Kap. 15: Ausg. R. H. Connolly, S. 133 und 142.

Note 27. Lib 3, c. 6, Nr. l-2; c. 9, 3-4; Ausg. F. X. Funk, S. 191, 201.

Note 28. Can. 24-28; - griech. Text bei F. X. Funk, Doctrina duodecim apostolorum, Tübingen, 1887, S. 71; T. Schermann, Die allgemeine Kirchenordnung ..., t. 1, Paderborn, 1914, S. 31-33; - syrischer Text in Octateuque de Clément, Lib. 3, c. 19-20; - lateinischer Text in der Handschr. von Verona, Bibl. capit. LV, Ausg. E. Tidner, Didascaliae apostolorum, canonum ecclesiasticorum, traditionis apostolicae versiones latinae, Berlin 1965 (TU 75), S. 111-113. - Die koptischen, äthiopischen und arabischen Ubersetzungen des Synodos sind veröffentlicht und übertragen worden hauptsächlich von G. Homer, The statutes of the Apostles or Canones ecclesiastici, Oxford University Press, 1915 (= 1904).

Note 40. Es ist der Fall der oben zitierten Dokumente, Anmerkungen 26-28. Es muB auch auf das eigenartige Mariale hingewiesen werden, Werk eines Pseudo - Albertus Magnus, quaest. 42; Ausg. Borgnet, t. 37, S. 80 81.

Für den vollständigen Text siehe: Römischer Kommentar on INTER INSIGNIORES.

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