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Können Frauen während der Eucharistiefeier Stellvertreter Christi sein?

Können Frauen in der Eucharistie Stellvertreter Christi sein?

Rom behauptet, daß Frauen nicht zur Priesterweihe zugelassen sind, weil der Priester „in der Person Christi" handelt. Der bekanntlich männliche Christus kann adäquat nur von einem männlichen Priester vertreten werden.
Bitte lesen Sie die gesamte Diskussion um diese Problemstellung in Inter Insigniores, § 24-28.

Die Argumentation ist aufgrund der folgenden Gründe falsch:

Anmerkung: Die Reihenfolge der angeführten Argumente impliziert keine Priorität des einen vor dem anderen Argument. Es mag zu Überschneidungen kommen.

Es sollte angemerkt werden, daß Roms „ikonisches" Argument kein „traditionelles" ist, da wir es im Mittelalter etwa nicht finden.

„Bezüglich des Arguments, daß nur ein männlicher Priester Christi Stellvertreter sein kann, sollte angemerkt werden, daß das NT keinerlei theologisches Interesse an der Männlichkeit Christi zu haben scheint. Ich habe lediglich drei Texte gefunden, in denen das Wort aner in bezug auf Christus verwendet wird (Lk 24, 19; Joh 1, 30; Apg 2, 23), aber keine dieser Textstellen baut auf Christi Männlichkeit thematisch auf. Interessanterweise verwendet Röm 5, wo Christus als der „eine Mann" dargestellt wird, aufgrund dessen Gehorsam der Ungehorsam des „einen Mannes", Adam, gesühnt wurde, beide Male anthropos, nicht aner. Der springende Punkt hier ist offensichtlich nicht die Frage der Männlichkeit Christi, sondern es gilt lediglich zu zeigen, daß dem NT eine theologische Betonung der Männlichkeit in der Menschlichkeit Christi fern liegt."

Joseph A. Komonchak, ‘Theological Questions on the Ordination of Women’, in: Women and the Catholic Priesthood, S. 241-259; hier S. 250.

„Das Argument, das auf der Notwendigkeit männlicher Repräsentanz basiert, ist nahezu beispiellos in der Tradition. Es gibt keine Nachweise traditioneller Befunde, aufgrund derer die Ordination zum Presbyterium oder zum Episkopat Frauen verweigert wird. Dies und seine praktischen Konsequenzen zu akzeptieren, bedeutet gerade die Tradition nicht zu wahren, sondern sie durch die Veränderung ihrer Bedeutung zu verändern. Man muß der lang anhaltenden Weigerung der Kirche, Frauen zu ordinieren, eine neue Sichtweise bieten; prinzipiel deshalb, weil die Idee, ein Presbyter oder Bischof spiegele in besonderem Maße Christus wieder, erst recht spät in der christlichen Kirchen- und Dogmengeschichte entstand. Gänzlich neu ist das Konzept, daß die Männlichkeit Christi mindestens ein wichtiges Element ist, das die kirchliche Priesterschaft darstellen muß. Diese Neuheit aber fällt nicht in die Kategorie minderwertiger oder peripherer Ergebnisse frommen Nachdenkens. Sie tangiert vielmehr christologische und soteriologische Fragen; deshalb verlangt sie nach höchst vorsichtiger und skeptischer Überprüfung."

„ ... nachdem wir also nun die Quellen studiert haben, kann ziemlich sicher geschlossen werden, daß die Männlichkeit Jesu in der patristischen Tradition auf keinerlei christologisches Interesse stößt. Vielmehr besteht die Möglichkeit, in der Entwicklung der Patristik eine logische Linie festzustellen, die nahelegt, warum es den Kirchenvätern nie in den Sinn kam, Jesu Geschlecht mehr in den Vordergrund zu spielen als seine Nationalität. Die Vätern lernten „Inkarnation" als Bildnis des Wortes Gottes in seiner Menschlichkeit zu verstehen, die alle die betrifft, die in die „Reichweite" der Erlösung durch Christus fallen. Dieses Bildnis ist im Wort anthropos ausgedrückt und liefert für die Väter eine Erklärung der Logik des fleischgewordenen Wortes Gottes. „Er wurde Mensch, daß wir Gott ähnlich werden mögen," sagt ein Kirchenvater (Athanasius, De Incarnatione, 54). Vermutlich schließt dieses „wir" (und so auch die Menschlichkeit) Frauen ein. Ein christologisches Prinzip aus der Männlichkeit Christi machen zu wollen, bedeutet, die Universalität seiner Erlösung zu deklassieren oder zu verleugnen."

„ ... in anbetracht dieser Überlegungen muß gesagt werden, daß das Faktum der Männlichkeit Jesu für die klassische Tradition von einer streng christologischen, also aus einer theologischen Perspektive aus kein konstitutives Element im Sinne des „Gott-mit-uns" ist. Es ist definitiv nichts von dem, was mit „wir" oder „Gott" ausgedrückt wird. Dadurch werden wir in den letzten Paragraphen zurückversetzt. Männlichkeit ist für Jesus den Christus nicht konstitutiv. Im Gegenteil, die Christologie stellt sich Jesus als prototypischen Menschen vor – eine Kategorie, die vermutlich auch weibliche Menschen einschließt. Die Frage lautete dann: Welche Relevanz hätte Männlichkeit überhaupt in der Reihe der Voraussetzungen, daß eine Person Christus im Amt des Wortes und es Sakramentes vertreten darf?"

R.A. Norris, ‘The Ordination of Women and the Maleness of the Christ’, in: Feminine in the Church, ed. Monica Furlong, SPCK London 1984, S. 71-85; hier S. 73, 78, 80.

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"Dieses Dokument kann frei verwendet werden. Wir ersuchen jedoch um die Quellenangabe www.womenpriests.org"

Übersetzung aus dem Englischen: Tina Bruns.


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