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Gültige Tradition ist biblisch

Gültige Tradition ist biblisch

Richtiges Verständnis der Tradition
* biblische Tradition
* dynamische Tradition
* latente Tradition
* reife Tradition

§ 9. "Die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift sind eng miteinander verbunden und haben aneinander Anteil. Demselben göttlichen Quell entspringend, fließen beide gewissermaßen in eins zusammen und streben demselben Ziel zu. Denn die Heilige Schrift ist Gottes Rede, insofern sie unter dem Anhauch des Heiligen Geistes schriftlich aufgezeichnet wurde. Die Heilige Überlieferung aber gibt das Wort Gottes, das von Christus dem Herrn und vom Heilligen Geist den Aposteln anvertraut wurde, unversehrt an deren Nachfolger weiter, damit sie es unter der erleuchtenden Führung des Geistes der Wahrheit in ihrer Verkündigung treu bewahren, erklären und ausbreiten. So ergibt sich, dass die Kirche ihre Gewissheit über alles Geoffenbarte nicht aus der Heiligen Schrift allein schöpft. Daher sollen beide mit gleicher Liebe und Achtung angenommen und verehrt werden."

§ 10. "Die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift bilden den einen der Kirche überlassenen heiligen Schatz des Wortes Gottes. Voller Anhänglichkeit an ihn verharrt das ganze heilige Volk, mit seinen Hirten vereint, ständig in der Lehre und Gemeinschaft der Apostel, bei Brotbrechen und Gebet (vgl. Apg 2,42 griech.), so dass im Festhalten am überlieferten Glauben , in seiner Verwirklichung und seinem Bekenntnis ein einzigartiger Einklang herrscht zwischen Vorstehern und Gläubigen."

Dei Verbum. ‘Die dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung’ Nr. 9 – 10 aus K. Rahner u. H. Vorgrimler (Hrsg.), Kleines Konzilskompendium, Herder, Freiburg 1966, S. 372. Lesen Sie hier das vollständige Kapitel.

Um gültig zu sein, muß Tradition biblisch sein.

Allerdings sollte man bedenken, dass eine Tradition nicht allein deshalb biblisch wird, weil Kirchenväter, Theologen oder das kirchliche Lehramt einige Bibeltexte zitieren. Um biblische Gültigkeit zu erlangen, muß der Gebrauch der Heiligen Schrift rechtmäßig sein. Das heißt, das nur die schriftlich niedergelegten Quellen gültige Quellen der Tradition sind, die die Heilige Schrift gemäß der von den inspirierten Autoren beabsichtigten Bedeutung verwenden.

Die inspirierte Bedeutung der Heiligen Schrift wird begründet unter Berücksichtigung
* der
wörtlichen Bedeutung, wie sie der Autor beabsichtigt;
* der
literarischen Form, die der Autor verwendet;
*dessen, was mit dem Text
beabsichtigt wird;
* möglicher Einschränkungen wie z.B.
Rationalisierungen im Text.

Die Erfahrungen der Kirche in der Vergangenheit liefern ausgezeichnetes Material, um dieses Prinzip zu veranschaulichen. Ich werde mich hier auf zwei Beispiele konzentrieren: dass die Kirche es über 19 Jahrhunderte hinweg versäumt hat, die angemessene Tradition hinsichtlich der Sklaverei wahrzunehmen; und dass sie für sich beansprucht, dass nur Katholiken erlöst werden können. In beiden Beispielen liegt eine der Hauptursachen der fehlerhaften „Tradition" in einer fehlerhaften Auslegung der Heiligen Schrift.

  1. Der Fall Sklaverei.
  2. Der Fall „außerhalb der Kirche kein Heil".
  3. Das zunehmende Verständnis der Heiligen Schrift in der Geschichte der Kirche führt zu einem Bewusstsein darüber, wie Christus wirklich dachte.

Die Verwendung der Heiligen Schrift in der sogenannten, die Sklaverei befürwortenden, „Tradition"

Auch wenn viele Päpste die Exzesse des internationalen Sklavenhandels verdammten, billigte das offizielle Lehramt der Kirche die Rechtmäßigkeit der Sklaverei an sich unter Papst Leo XIII. 1888! Hier einige, aufgrund des Platzmangels verkürzt dargestellte Fakten:

Mehr zum Thema: J.F.MAXWELL, ‘The Development of Catholic Doctrine Concerning Slavery’, World Jurist 11 (1969-70) pp.147-192 and 291-324.

Man beachte, dass das Heilige Offizium 1866 verkündete, Sklaverei „widerspreche nicht dem Gesetz Gottes". Theologisch betrachtet heißt das: Sklaverei steht im Einklang mit dem inspirierten Sinn der Heiligen Schrift.

Folgende Texte der Heiligen Schrift zählten zu den biblischen Beweisen, die die Rechtmäßigkeit der Tradition untermauern sollten:

1. Die Verwendung von alttestamentlichen Texten

Das Alte Testament betrachtet die Institution der Sklaverei als selbstverständlich. Siehe beispielsweise Sir 33,25-30.

Israeliten können andere Israeliten zu Sklaven machen als Strafe für Diebstahl (Ex 22,3), zur Abbezahlung von Schulden (Ex 31,2-6; Lev 25,39), durch Kauf von einem Fremden (Lev 25,47-55) und durch Verkauf einer Tochter durch ihren Vater (Ex 21,7-11). Diese Art Text wurde zur Quelle, auf deren Basis Kirchenrechtsgelehrte und Theologen die vier „rechtmäßigen Ansprüche auf Sklaverei" aufbauten (siehe Text des Heiligen Offiziums oben): Gefangennahme im Krieg, rechtmäßige Verurteilung, Kauf & Verkauf sowie Geburt (das Kind einer Sklavin ist ein Sklave!).

Anmerkung: Paulus zeigte deutlich, dass das alttestamentliche Recht abgeschafft worden war. Das Prinzip der Gleichheit in Christus von Jude und Grieche, Sklave und Nichtsklave, Mann und Frau war deutlich verkündet worden. Siehe Gal 3,28. Die vorausgegangenen Argumente sind daher ungültig!

2. Die Verwendung von Evangeliumstexten

“Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich, und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde? So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.”

Lukas 17,7-10; siehe auch Matthäus 10,24-25; 13,27-28; 18,25; etc.

Einige Kirchenväter, Theologen und Päpste haben solche Passagen aus dem Evangelium benutzt, um zu belegen, dass Sklaverei von Gott gewollt ist. Jesus selbst, sagten sie, akzeptierte die Sklaverei. Jesus gibt Beispiele für die Sklaverei, die zeigen, dass er die Unterordnung der Sklaven für selbstverständlich hält. Darüber hinaus bewunderte er die Dienste unterwürfiger und demütiger Sklaven. Folglich ist es etwas Schönes, das dem Willen Gottes nicht widerspricht!

Anmerkung: Jesus führte das Beispiel der Sklaverei nur an, um ein Argument vorzubringen. Er schaffte die Sklaverei nicht ab, so wenig wie er die soziale Abhängigkeit der Frauen abschaffte. was jedoch nicht berechtigt, aus solchen Textstellen die Schlussfolgerung zu ziehen, Jesus habe die Sklaverei gebilligt. Dies folgt aus der literarischen Form, die er gebraucht, wie auch aus seiner Absicht.

3. Die Verwendung der Briefe des Neuen Testaments

„Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren in allem! Arbeitet nicht nur, um euch bei den Menschen einzuschmeicheln und ihnen zu gefallen, sondern fürchtet den Herrn mit aufrichtigem Herzen! Tut eure Arbeit gern, als wäre sie für den Herrn und nicht für Menschen, ..."

Kol 3,22-25; siehe auch Eph 6,5-9; Tit 2,9-10; 1 Petr 2,18-20.

Diese Textstellen wurden verwand, um zu belegen, dass die Apostel den Brauch der Sklaverei billigten. Theologen wiederholten diese Art von Argumenten bis ins späte 19. Jahrhundert hinein immer wieder. Es brachte sie zu einem sicheren Schluss: „Es ist sicherlich eine Sache des Glaubens, ob die Sklaverei, unter welcher ein Mann seinem Herrn als Sklave dient, insgesamt rechtmäßig ist. Dies kann anhand der Heiligen Schrift bewiesen werden." Aus einem Standartwerk: LEANDER, Questiones Morales Theologicae, Lyon 1692; Band 8, De Quarto Decalogi Precepto, Tract.IV, Disp. I, Q.3.

Anmerkung: Das Argument ist ungültig, da in diesen sogenannten "christlichen Hausordnungen" die Autoren dieser Briefe die unmittelbare Lebenssituation ihrer Zuhörer (in welcher Sklaverei Fakt war) ansprechen. Von diesen Texten allgemeine Prinzipien bezüglich der Sklaverei abzuleiten, geht über ihre Absicht hinaus..

Was lernen wir daraus: In unserer heutigen Zeit hat die Kirche, einschließlich des Lehramtes, erkannt, dass die Sklaverei gegen die grundlegenden Menschenrechte verstößt und "dem Plan Gottes widerspricht" (Vatikan II, Gaudium et Spes, Nr.29).

Diese Erkenntnis impliziert folgendes:

Die Verwendung der Heiligen Schrift in der sogenannten „Tradition", dass es kein Heil außerhalb der Kirche gibt

Bis frühestens 1854 war es offizielle Lehre der Kirche, dass es kein Heil außerhalb der Kirche gibt. Hier einige Erklärungen des Lehramtes:

Die Verwendung der Heiligen Schrift

Kirchenväter, Theologen und Päpste stützten die „Tradition" hauptsächlich durch folgende Bibelstellen:

Man argumentierte, dass die Aussage dieser Textstellen ausschließend zu verstehen sei. Sie messen der Hierarchie universale Macht bei und machen die Taufe zum einzigen Weg, der zum Heil führt.

Anmerkung: Im Absoluten zu sprechen ist eine besondere literarische Form, die Hyperbel. Sie ist charakteristische für die jüdische Sprechweise. Weitere Beispiele hierfür kann man bei Matthäus 7,4; 23,24; 5,29; 5,34-35; 24,36; 12,30 (im Gegensatz zu Markus 9,40!) finden. Man muss diese literarische Form berücksichtigen.
Zudem ging Jesus nicht auf die weiterreichende Frage ein, wie tugendhafte Menschen in und durch ihre eigenen Religionen errettet werden. Die ausschließende Auslegung ging über seine Absicht hinaus.

Was lernen wir daraus: Im 19. Jahrhundert begann die Kirche, ihre Lehre zu modifizieren, indem sie erklärte, man könne auch "auf Wunsch" der Kirche angehören, und dies genüge zur Erlangung des Heils. Vatikan II vervollständigte diesen Prozess durch die eindeutige Erklärung, dass es Heil für Menschen außerhalb der Kirche gäbe, für „all die, die mit aufrichtigem Herzen Gott suchen"(Lumen Gentium 15-17), und dass ihre verschiedenen Religionen ebenfalls, bis zu einem gewissen Grad, die Möglichkeit des Heils bieten (Nostra Aetate, über die Beziehung zu nichtchristlichen Religionen).

Diese Erkenntnis impliziert folgendes:

Das zunehmende Verständnis der Heiligen Schrift in der Geschichte der Kirche führt zu einem Bewusstsein darüber, wie Christus wirklich dachte

Da die Heilige Schrift und die Tradition eine Quelle der Offenbarung sind, „der eine der Kirche überlassene Schatz des Wortes Gottes" (Vatikan II, „Göttliche Offenbarung" Nr. 9-10), folgt daraus, dass sie sich beide zusammen im spirituellen und theologischen Bewusstsein der Kirche entwickeln müssen.

Yves M.J. Congar, der unbestrittene Experte für Tradition, beschreibt den Prozess als ein Zwischenspiel zwischen den Originalworten und –taten Christi auf der einen, und der andauernden Tätigkeit des Heiligen Geistes auf der anderen Seite.(Tradition and Traditions, London, Burns & Oates, pp. 338-347). Ich werde seine Gedanken hier zusammenfassen.

Der dogmatische Inhalt der Tradition besteht in der korrekten Auslegung der biblischen Offenbarung in den Worten ihres zentralen Gegenstandes: Christus und dem Heil, das er brachte. Obwohl Christus Inhalt der Heiligen Schrift ist, lässt er sie uns jetzt gemäß dem Neuen Testament durch seinen Heiligen Geist verstehen. Es ist der Heilige Geist, der es uns ermöglicht, zu sagen „Jesus ist der Herr" (1 Kor 12,3); die Texte der Heiligen Schrift sind schwer verständlich bis wir uns unter dem Einfluss seines Heiligen Geistes zum Verstehen an den Herrn wenden, (2 Kor 3,12-18). Sicherlich ist dies der Grund, weshalb der Heilige Paulus Timotheus ermahnt, „das dir anvertraute kostbare Gut durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wohnt, zu bewahren" (2 Tim 1,14).

Die Briefe des Heiligen Paulus und die Apostelgeschichte des Heiligen Lukas führen das gesamte Leben der Kirche und die Arbeit ihrer Amtsträger auf den Heiligen Geist zurück. Das Versprechen des Geschenkes des Heiligen Geistes, das unser Herr den Aposteln gab (Joh 14,18; 14,16; 15,25; 16,12-13), richtete sich nicht nur an die Zwölf. Wir haben im Gegenteil Gründe zu behaupten, dass es auch für die Kirche jeden Zeitalters gilt. Die Wiederholung des Wortes "euch" in Joh 14 und 16 ist zu beachten: ich werde euch geben, ich werde euch schicken, er wird euch führen, er wird euch verstehen lassen. Dieses wiederholte "euch" bezieht sich auf beides, auf Personen (die Apostel) und auf die Gemeinschaft. Tatsächlich wird der Heilige Geist an Pfingsten allen Jüngern zuteil, einhundertundzwanzig an der Zahl (vgl. Apg 1,15; vgl. Lk 24,33: „... die Elf und die anderen Jünger versammelt"). Der versprochene Heilige Geist wurde der anwesenden Gemeinschaft geschenkt; wenn neue Mitglieder der ersten Kerngruppe, und dann der Kirche, mit der Zeit eingegliedert wurden, empfingen sie ihrerseits den Heiligen Geist, welcher den Leib Christi stärkt (vgl. 1 Kor 12,13). Grundsätzlich liegt dieses Geschenk des Heiligen Geistes auf der gleichen Ebene wie die Heilsökonomie insgesamt: wenn das Ereignis einmal stattgefunden hat, betrifft es alle nachfolgenden Generationen und arbeitet in ihnen.

Die Rolle, die dem Heiligen Geist auf diese Art verliehen wird, ist die Verwirklichung und Verinnerlichung dessen, was Christus sagte und tat. Den Glauben in Christus zu leben heißt jetzt, dass er von einander in der Zeit nachfolgenden Menschen gelebt werden muss, die im Raum getrennt koexistieren. Das Vorbild von Wahrheit und Leben, das für alle Zeiten und alle Menschen zusammengestellt wurde, muss ein persönliches Vorbild für jedes Individuum werden, und ein gemeinsames Vorbild für unzählige Mengen von Menschen, die alle ihr eigenes individuelles Leben in Raum und Zeit führen. Es muss eine persönliche Zuweisung erfolgen, nicht nur durch eine von den Menschen getroffene Entscheidung, was weder ein Prinzip der Einheit noch ein Prinzip göttlichen Lebens wäre, sondern durch einen neuen Akt Gottes selbst, der nicht länger in einem Augenblick der Geschichte der Menschheit sichtbar Fleisch geworden ist, sondern sich selbst innerlich jedem und allem schenkt. Dies ist das Werk des Heiligen Geistes.

Da er der Heilige Geist ist, wirkt er in den Menschen auf eine geistige Art, ohne sie zu zwingen. Die Heilige Schrift charakterisiert diese Intervention, indem sie sie mit einem innewohnenden, durchdringenden Öl vergleicht, einer inneren Inspiration, die kaum vom normalen Arbeiten unseres Geistes zu unterscheiden ist, einem Bewusstsein, welches allein in der Lage ist, die Tiefen unseres persönlichen Lebens zu ergründen (1 Kor 2,10 ff). Und doch ist er in allen Menschen, arbeitet von innen heraus, um Einigkeit und Einstimmigkeit zu bringen. Er ordnet jeden nach seinen /ihren Wegen, seiner/ihrer Berufung und seinem /ihrem Platz, um die Gemeinschaft aller zu suchen und zu fördern. Seine Geschenke sollen "den anderen nützen" (1 Kor 12,7), "für den Aufbau des Leibes Christi" (Eph 4,12; vgl. 1 Kor 12,13) sorgen. Auf diesem Weg kann der ‚sensus fidelium’ eine latente Tradition tragen, die später in der Kirche ausdrücklich formuliert wird..

Die Struktur unseres Glaubens resultiert aus der Verbindung einer geistigen Energie oder Inspiration, die direkt von Gott empfangen wurde, mit dem Annehmen einer Lehre, die ausgehend von Christus und den Aposteln einen langen historischen Prozess hindurch von der Kirche weitergegeben wurde. In unserem Glauben verbinden sich eine historische Überlieferung des vorbildlichen Glaubens und ein geistiges „Ereignis", welches der Heilige Geist in jedem neuen Bewusstsein verursacht. Was auf persönlicher Ebene entsteht, entsteht auch analog auf ekklesiologischer Ebene, wo die großartige Sequentia sancti Evangelii [=die Entfaltung des Heiligen Evangeliums] zunehmend realisiert werden muss. Die Kirche selbst ist sich dessen sehr wohl bewusst; das bezeugen sowohl die Worte der Väter oder Theologen als auch die privilegierten Momente der Selbsterkenntnis und der gemeinsamen Bestandsaufnahme, die Konzilien genannt werden. Der dynamische Aspekt der Tradition verdankt seinen Ursprung also der anhaltenden Tätigkeit des Heiligen Geistes.

Schlussfolgerung

Um Teil der echten kirchlichen Tradition sein zu können, muss eine „Tradition" biblisch sein. Das heißt, sie muss auf einem korrekten Verständnis der inspirierten Bedeutung von Bibeltexten beruhen. In der Geschichte der Kirche ging dieses korrekte Verständnis oft mit einem neuen Bewusstsein für wichtige Streitfragen Hand in Hand. Die neue, korrekte Auslegung der Heiligen Schrift entsteht durch die ewige Tätigkeit des Heiligen Geistes in der Kirche.

John Wijngaards

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Dieses Dokument kann frei verwendet werden. Wir ersuchen jedoch um die Quellenangabe www.womenpriests.org.

Übersetzung aus dem Englischen: Annette Jäger, D55122 Mainz.


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