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Die Aufgaben der Diakoninnen

Die Aufgaben der Diakoninnen

Richtiges Verständnis der Tradition
* biblische Tradition
* dynamische Tradition
* latente Tradition
* reife Tradition

Ebenso wie im Falle der Priester und männlichen Diakone haben sich die Aufgaben der Diakoninnen im Laufe der Jahrhunderte verändert. Aus den historischen Quellen lassen sich jedoch die folgenden Aufgaben klar nachweisen:

Mitwirkung bei der Taufe von Frauen. Die Diakonin hatte eine wichtige Aufgabe während der Taufe selbst: sie salbte die Taufbewerberinnen am ganzen Körper mit heiligem Öl und führte einen Teil der Taufe durch, indem sie die Täuflinge im Taufbecken untertauchte.

Betreuung von Frauen in der liturgischen Versammlung. Diakoninnen überwachten den Zutritt von unbekannten Frauen zur liturgischen Versammlung in gleicher Weise wie männliche Diakone den Zutritt von Männern beaufsichtigten. Diakoninnen achteten auf die Ordnung unter den Frauen in der Kirche und trugen für sie die pastorale Verantwortung.

Frauenapostolat in den Häusern. Diakoninnen besuchten kranke und bedürftige Frauen. Sie waren verantwortlich für die Witwen in der Gemeinde. Sie bereiteten Taufbewerber auf die Taufe vor.

Altardienst. Wenn auch Diakoninnen nicht in gleicher Weise wie die männlichen Diakone dem Bischof am Altar assistierten, so verrichteten sie eine Reihe anderer Dienste am Altar. Insbesondere nahmen sie das Allerheiligste aus dem Tabernakel und spendeten die Kommunion, vor allem auch an jene Frauen, die zu Hause bleiben mußten.

Es ist daher unbestreitbar, daß diese Frauen ein vollständiges Diakonat im Sinne der Kirche ausübten.

Für unsere Zeit wurden die Pflichten des Diakonates wie folgt beschrieben:

"Sache des Diakons ist es, je nach Weisung der zuständigen Autorität, feierlich die Taufe zu spenden, die Eucharistie zu verwahren und auszuteilen, der Eheschließung im Namen der Kirche zu assistieren und sie zu segnen, die Wegzehrung den Sterbenden zu überbringen, vor den Gläubigen die Heilige Schrift zu lesen, das Volk zu lehren und zu ermahnen, dem Gottesdienst und dem Gebet der Gläubigen vorzustehen, Sakramentalien zu spenden und den Beerdigungsritus zu leiten." Vaticanum II, Lumen Gentium, No 29.

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Deutscher Sprachbereich

Dieses Dokument kann frei verwendet werden. Wir ersuchen jedoch um die Quellenangabe www.womenpriests.org.

Übersetzung aus dem Englischen: Michael Mayr, A-4020 Linz

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