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Die 'Tradition', Frauen nicht zu ordinieren, war nie Teil der echten Tradition der Kirche

Die 'Tradition', Frauen nicht zu ordinieren, war wegen andauernder massiver Vorurteile nie Teil der echten Tradition der Kirche

Richtiges Verständnis der Tradition
* biblische Tradition
* dynamische Tradition
* latente Tradition
* reife Tradition

'Traditionen', die nicht biblisch sind, also nicht auf einem korrekten Verständnis der Heiligen Schrift aufbauen und nicht kritisch beurteiltwaren, sind ungültig, d.h. irrig in bezug auf die wesentlichen Gesichtspunkte der Streitfrage.

Die Praxis, Frauen nicht zu Priesterinnen der Kirche zu weihen, ist keine echte und wahrhaftige Tradition, weil sie auf einem dreifachen Vorurteil gegen Frauen beruht:

  1. Frauen wurden als minderwertig von Natur aus und nach dem Gesetz betrachtet.
    Nach der Griechischen Philosophie, die später auch vom Christentum übernommen wurde, sind Frauen von Natur aus dem Manne untergeordnet.
    Im Römischen Recht, welches die Grundlage für das Kirchenrecht wurde, wurde den Frauen ein sehr niedriger Status in der Gesellschaft zuerkannt. Frauen waren weder im Hause noch in der bürgerlichen Gesellschaft gleichberechtigt.
    Einige christliche Führer verbanden die vorausgesetzte Minderwertigkeit der Frau mit biblischen Texten: nur der Mann sei als Ebenbild Gottes geschaffen; Paulus untersagte den Frauen, in der Kirche zu lehren.
    Es war undenkbar, daß ein solches ‘minderwertiges Geschöpf’ die Priesterweihe empfangen könnte.
  2. Frauen wurden als in einem Zustand der Sündenstrafe befindlich gesehen.
    Frauen wurden dafür verantwortlich gemacht, die Erbsünde in die Welt gebracht zu haben und eine ständige Quelle der Verführung zu sein.
    Die biblischen Schöpfungsgeschichten wurden so ausgelegt, daß die Frau als Strafe zur immerwährenden Unterordnung unter den Mann bestimmt ist.
    Solche ‘sündigen Geschöpfe’ sind als Vermittler der Gnade Gottes völlig ungeeignet.
  3. Frauen wurden als rituell unrein betrachtet.
    Die monatliche Blutung der Frau wurde als ein immer wiederkehrender rituell unreiner Zustand angenommen. Kirchenführer fürchteten, daß solche Unreinheit die Heiligkeit des Gotteshauses und vor allem den Altar entweihen könnte.
    In einem Klima, wo in zunehmendem Maße alle Aspekte von Sexualität und Zeugung als mit Sünde befleckt gesehen wurden, konnte einem ‘unreinen Geschöpf’ wie einer Frau niemals die Sorge um Gottes heilige Wirklichkeiten anvertraut werden.

Es steht außer Zweifel daß jemand, der unter dem Einfluß derartiger Vorurteile stand, den Gedanken an die Frauenordination niemals in Erwägung ziehen konnte. In solchem Denken waren Frauen vom priesterlichen Dienst per Definition ausgeschlossen, einfach aufgrund der Tatsache, daß es Frauen waren, also minderwertige, unreine, untergeordnete, abhängige und sündige Mitglieder des Menschengeschlechts!

Verbreitung

Die oben aufgezählten Vorurteile haben das Denken der Kirche durch die Jahrhunderte, von der Zeit des Hl. Paulus bis heute, zutiefst geprägt.

Sie sind in verschiedenen Verbindungen in allen wesentlichen Quellen der sogenannten kirchlichen 'Tradition' zu finden:

Aus all dem folgt, daß die sogenannte 'Tradition' gegen die Frauenordination ungültig ist, weil:

In der Tat hat es eine nahezu universale und beständige Praxis der Ablehnung der Frauenordination gegeben, aber dies kann nicht als unbestreitbare theologische Quelle für christliche Lehre und Glauben aufrechterhalten werden.

Ein Wort zu 'Vorurteilen'

In den meisten menschlichen Gesellschaften dominieren die Männer, sowohl im sozialen als auch im politischen Bereich. Nach wie vor sind Frauen in vielen Ländern benachteiligt. Vorurteile werden durch soziale 'Mythen', kulturelle Praktiken und politische Strukturen verewigt.

Wenn es auch eine genetische Basis für die Geschlechterrollen geben mag, sollte der Ursprung der männlichen Vorherrschaft in historischen Entwicklungen gesucht werden. Die populären Auffassungen und kulturellen Praktiken, die die männliche Vorherrschaft begleiten, sind umgeben von sozialen "Mythen". Der "Mythos" der männlichen Vorherrschaft kann auch heute belegt werden.

Vorurteile sind ein wichtiges Werkzeug zur Aufrechterhaltung sozialer "Mythen" und Auffassungen. Die charakteristischen Merkmale von sozialen Vorurteilen sind ausführlich untersucht worden. Sie fügen sich sehr gut in das Bild der uralten Einstellungen zu Frauen, wie man es in der Kirche vorfindet.

John Wijngaards

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Deutscher Sprachbereich

Dieses Dokument kann frei verwendet werden. Wir ersuchen jedoch um die Quellenangabe www.womenpriests.org.

Übersetzung aus dem Englischen: Michael Mayr, A-4020 Linz


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