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Prejudice does not invalidate Tradition

Vorurteile machen die Überlieferung nicht ungültig

Aus INTER INSIGNIORES:

(die Kommentare mit Hyperlinks in kursiv stammen von John Wijngaards)

(Kursiver Text von John Wijngaards)

Arms of John Paul II

6. ....Es ist wahr, daß man in ihren (der Kirchenväter) Schriften den unleugbaren Einfluß von Vorurteilen findet, die sich gegen die Frau richten, [Vorurteile, die Frauen für minderwertig von Natur aus, für unfähig Autorität auszuüben, den Männern unterlegen, unter Strafe für Sünden und rituell "unrein" halten ....],die sich aber - was ebenfalls festzustellen ist - kaum auf ihre pastorale Tätigkeit und noch weniger auf ihre geistliche Führung ausgewirkt haben. [Es ist daher auch irrelevant festzustellen, dass ihre Vorurteile sie daran hinderten, die Möglichkeit von "Frauenpriestern" auch nur zu überdenken]

Für den vollen Text siehe: INTER INSIGNIORES.

Aus:Römischer Kommentar zur Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre zur Frage der Zulassung der Frauen zum Priesteramt

Sacred Congregation for Doctrine

25. Wie ist die konstante und allgemeine Praxis der Kirche zu interpretieren? Für den Theologen steht fest, daß die Kirche das, was sie tut, auch tun kann, weil sie den Beistand des Heiligen Geistes hat. [Geht daraus nicht hervor, dass die Kirche auch Frauen zu Priestern weihen kann, hat sie doch auch Diakonissen geweiht ?] Das ist ein klassisches Argument, das oft vom heiligen Thomas bezüglich der Sakramente(22) angeführt wird.

Note 22. St Thomas, Summa Theol., 2a 2ac, q. 10, a.12; 3a pars, q. 66, a. 10; q. 72. a.4 anda.l2;q.73.a.4;q.78,a.3 and a.6;q.80,a.12:q.82,a.2:q.83,a.3 and a.5: -cf. In IV Sent Dist 20, q I,a 4,qa I ff ; Dist 23, q I,a 4,q a I, etc

26. Ist aber das, was die Kirche bis heute nicht getan hat, ebenso ein Beweis dafür, daß sie es auch in Zukunft nicht tun kann ?

27. Ist eine solche negative Feststellung maßgebend oder erklärt sie sich aus den geschichtlichen, sozial-kulturellen Umständen, im vorliegenden Fall aus der Stellung der Frau in der antiken und mittelalterlichen Gesellschaft, aus einer bestimmten Auffassung von der Überlegenheit des Mannes, die durch die kulturellen Verhältnisse bedingt war? [War das nur eine "bestimmte Auffassung von der Überlegenheit des Mannes"? Oder hat man damit den Frauen die Fähigkeit zu Heiligen Ämtern, die vollständige Menschenwürde, die Zugehörigkeit zu Christi allgemeinem Priestertum durch die Taufe und die rituelle "Reinheit" abgesprochen? ]

28. Es ist gerade dieses relative kulturelle Element, daß einige Argumente, die in der Vergangenheit zu diesem Thema vorgebracht wurden, heute kaum noch gehalten werden können. Das bekannteste ist das, was der heilige Thomas in den Worten zusammenfaßt: "quia mulier est in statu subjectionis"(23). [Gibt es nur diese einzige unannehmbare Aussage des hl. Thomas zum Thema Frauen?] Im Gedankengang des Doctor angelicus bringt jedoch eine solche Feststellung nicht nur eine philosophische Auffassung zum Ausdruck, da er sie im Lichte der Erzählung der ersten Kapitel der Genesis und der Lehre des ersten Briefes an Timotheus (2,12-14) interpretiert.

[Macht die fehlerhafte Interpretation dieser Schriftstellen die Ansicht des hl. Thomas leichter zu akzeptieren? Waren nicht seine biologisch, sozial und exegetisch falschen Ansichten Grund für seine Ablehnung der Frauenordination? Macht nicht seine Kombination aus philosophischen und theologischen Vorurteilen seine Argumentation hinfällig? ]

Note 23. St Thomas, In IV Sent. Dist. 19, q. 1, a.1, qa 3 ad 4-um; Dist, 25, q. 2, a. I, qa 1; cf. q. 2, a. 2, qa 1, ad 4; Summa Theol., 2a 2ac, q. 177, a. 2.

29. Eine ähnliche Formulierung fand sich schon im Dekret des Gratian(24). Doch suchte Gratian, wenn er die Kapitularien der Karolinger und die falschen Dekretale zitierte, vielmehr mit den Vorschriften des Alten Testamentes das für Frauen erlassene Verbot zu rechtfertigen, das schon von der Urkirche ausgesprochen worden war(25), nämlich das Allerheiligste zu betreten und irgendwelchen Altardienst wahrzunehmen.

[Wer glaubt, dass hier das einzige Vorurteil Gratians vorliegt?! - - - Und was ist mit dem institutionellen Vorurteil und den daraus resultierenden Regeln, die sich bis heute hartnäckig halten?]

Note 24. Dictum Gratiani in Caus. 34; q. 5, c. 11, ed. Friedberg, t. 1, co’’. 1254; cf. R. Metz, La femme en droit canonique medieval, in Recueil de la societe Jean Bodin, 12, 1962, pp. 59-113.

Note 25. Kanon 44 aus der Sammlung benannt nach dem Konzil von Laodicea: H. T. Bruns, Canones Apostolorum et Conciliorum . . . t. 1, Bertolini, 1839, p.78; St Gelasius, Epist. 14, ad universos episcopos per Lucaniam, Brutios et Siciliam constitutos, 11 March 494, No. 26: A. Thiel, Epistolae Romanorum pontificum..., t. 1, Brunsbergae. 1868. p.376.

30. Die Polemik dieser letzten Jahre hat oft die Texte aufgegriffen und kommentiert, die diese Argumente entwickeln, und sie andererseits dazu benützt, die Kirchenväter der Frauenfeindlichkeit zu beschuldigen. [Wie sonst sollen wir die Aussagen eines Tertullian und eines Epiphanius über Frauen nennen?] Es ist wahr, daß man in ihren Schriften den unleugbaren Einfluß von ungünstigen Vorurteilen gegenüber der Frau findet. Aber diese Gemeinplätze - dies sei wohl bemerkt -, hatten kaum Einfluß auf ihre seelsorgliche Tätigkeit und noch weniger auf ihre geistliche Leitung. Es genügt, Einblick in ihre Korrespondenz zu nehmen, falls sie auf uns gekommen ist.

[Ist es nicht ein wenig leichtfertig, diese schweren Vorurteile, die den Frauen die Eignung für das Priesteramt absprachen, so abzutun? ]

31. Vor allem aber wäre es ein schwerer Irrtum zu glauben, daß solche Überlegungen die einzigen oder die entscheidenden Gründe gegen die Priesterweihe der Frauen im Gedankengang der Kirchenväter, der Autoren des Mittelalters oder der Theologen der klassischen Epoche gewesen sind. [Ist es keine erwiesene Tatsache, dass die Kirchenväter, die Autoren des Mittelalters und die Theologen ihre Ablehnung der Priesterweihe für Frauen mit ihren eigenen Vorurteilen begründet haben?] Innerhalb der wissenschaftlichen Forschung und darüber hinaus kam immer deutlicher das Bewußtsein der Kirche zum Ausdruck, einer Überlieferung zu folgen, die sie von Christus und den Aposteln empfangen hatte und an die sie sich gebunden fühlte, wenn sie die Priesterweihe und den priesterlichen Dienst den Männern vorbehielt.

[War diese theologische Begründung wirklich "biblisch” und "inspiriert”?]

Für den vollständigen Text siehe: Römischer Kommentar zu "INTER INSIGNIORES"

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Deutscher Sprachbereich

"Dieses Dokument kann frei verwendet werden. Wir ersuchen jedoch um die Quellenangabe www.womenpriests.org"

Übersetzung aus dem Englischen: Herbert Kaser, A 2601 Sollenau.

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