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Die Tradition und die Kirchenväter

Die Tradition und die Kirchenväter

Arms of John Paul II

Aus: INTER INSIGNIORES:

§ 6. ... Einige häretische Sekten der ersten Jahrhunderte, vor allem gnostische, haben das Priesteramt von Frauen ausüben lassen wollen. Die Kirchenväter haben jedoch sogleich auf diese Neuerung hingewiesen und sie getadelt, da sie sie als für die Kirche unannehmbar ansahen.(7) ...



Note 7.

§ 6. ....Es ist wahr, daß man in ihren Schriften den unleugbaren Einfluß von Vorurteilen findet, die sich gegen die Frau richten, die sich aber - was ebenfalls festzustellen ist - kaum auf ihre pastorale Tätigkeit und noch weniger auf ihre geistliche Führung ausgewirkt haben.

Neben diesen durch den Geist der Zeit beeinflußten Uberlegungen findet man, vor allem in den kirchenrechtlichen Werken der antiochenischen und ägyptischen Tradition, als wesentliches Motiv dafür angeführt, daß die Kirche, indem sie nur Männer zur Weihe und zum eigentlichen priesterlichen Dienst beruft, jenem Urbild des Priesteramtes treu zu bleiben sucht, das der Herr Jesus Christus gewollt und die Apostel gewissenhaft bewahrt haben.(8)

Note 8

Für den vollständigen Text siehe: INTER INSIGNIORES.

Aus: Römischer Kommentar zur Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre zur Frage der Zulassung der Frauen zum Priesteramt

Sacred Congregation for Doctrine

§ 23. Nur bei einigen häretischen Sekten der ersten Jahrhunderte, vor allem bei gnostischen, bestanden Versuche, das Priesteramt auch von Frauen ausüben zu lassen.

§ 24. Es muß jedoch betont werden, daß dies nur sehr vereinzelt vorkam und übrigens mit recht dubiosen Praktiken verbunden war, von denen wir nur durch die strenge Ablehnung Kenntnis haben, über die uns der heilige Irenäus in seiinem Buch “Adversus haereses”(17), Tertulian in seinem Werk “De praescriptione haereticorum”(18), Firmilian von Caesarea in einem Brief an den heiligen Cyprian(19), Origenes in einem Kommentar zum ersten Korintherbrief (20) und vor allem der heilige Epiphanius in seinem Buch ,,Panarion”(21) berichten.

§ 32. Dies brachten bereits, in der Form apokrypher Literatur, die antiken Dokumente der kirchlichen Disziplin zum Ausdruck, die aus Syrien stammen, wie die Didaskalia der Apostel (Mitte des 3. Jahrhunderts)(26), und die Apostolischen Konstitutionen (Ende des 4. oder Anfang des 5. Jahrhunderts)(27), oder auch die ägyptische Sammlung der zwanzig pseudoapostolischen Kanones, die dann in das Sammelwerk des alexandrinischen Synodos einging und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde(28).

§ 33. Als der hl. Johannes Chrysostomus seinerseits das 21. Kapitel des Johannesevangeliums kommentierte, verstand er sehr wohl, daß es nicht die natürliche Unfähigkeit der Frau war, auf die sich ihr Ausschluß vom pastoralen Dienst gründete, der Petrus anvertraut worden war, da ja auch, wie er bemerkt, “ die Mehrzahl der Männer von dieser unermeßlichen Aufgabe ferngehalten worden ist”(29).

Note 17 1, 13, 2: PG 7, colt 580-581; Ausg. Harvey 1, 144-122.

Note 18 41, 5: CCL 1 S.221.

Note 19 In Hl. Cyprian, Briefe 75: CSEL 3, S.817-818.

Note 20 Veröffentlichte Fragmente in Journal of Theological Studies, 10 (1909), S.41-42 (Nr. 74).

Note 21 Panarion, 49, 2-3: GCS 31, S.243-244: 78, 23 and 79, 2-4; GSC 37, S.473, 477-479.

Note 26 Kap. 15: Ausg. R. H. Connolly, S. 133 und 142.

Note 27 Lib 3, c. 6, Nr. l-2; c. 9, 3-4; Ausg. F. X. Funk, S. 191, 201.

Note 28 Can. 24-28; - griech. Text bei F. X. Funk, Doctrina duodecim apostolorum, Tübingen, 1887, S. 71; T. Schermann, Die allgemeine Kirchenordnung ..., t. 1, Paderborn, 1914, S. 31-33; - syrischer Text in Octateuque de Clément, Lib. 3, c. 19-20; - lateinischer Text in der Handschr. von Verona, Bibl. capit. LV, Ausg. E. Tidner, Didascaliae apostolorum, canonum ecclesiasticorum, traditionis apostolicae versiones latinae, Berlin 1965 (TU 75), S. 111-113. - Die koptischen, äthiopischen und arabischen Ubersetzungen des Synodos sind veröffentlicht und übertragen worden hauptsächlich von G. Homer, The statutes of the Apostles or Canones ecclesiastici, Oxford University Press, 1915 (= 1904).

Note 29 De sacerdotio, 2, 2: PG 48, 633.

Für den vollständigen Text siehe: Römischer Kommentar zu "INTER INSIGNIORES"

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